Januar 2025

Im vergangenen Jahr wurden die wichtigsten Vorarbeiten erledigt, um das Projekt „Mlimba“ in diesem Jahr zu starten. Im März sollen rund 350.000 Bäume mit Pfeffersetzlingen bestückt werden.

Um das zu ermöglichen braucht es selbstverständlich eine entsprechende Setzlingsstation. Aber viel wichtiger ist die Schaffung der nötigen Infrastruktur. In einem ersten Schritt muss die Farm funktionell sein und danach zu einer dauerhaften Einrichtung ausgebaut werden. Vieles ist daher im Moment noch recht provisorisch. Man darf gespannt sein, wie das in einem Jahr aussieht.

Beginnen wir mit der Zufahrt zur Farm. Die Bundesstrasse von Mlimba nach Iringa….

Dann weiter über die Landstrasse in Richtung Taweta….

…und dann zur Kreuzung, wo wir in Richtung der Farm abbiegen.

Ab hier sind es noch 16 Kilometer. Und dennoch haben wir beschlossen, ab hier die Strassen und Wege in Eigenregie zu pflegen. Das ist gut für die Menschen vor Ort, aber auch für unsere eigene Sicherheit.

Wir werden die Strasse deutlich ausbauen müssen, denn irgendwann müssen hier LKW mit Containern durchfahren. Wichtiger als die eigentliche Strasse sind aber die Brücken…

Immerhin erricht man das Hauptcamp jetzt mit dem Auto. Vor einem halben Jahr war dazu ein Umstieg auf Motorräder und ein anschliessender, ausgiebiger Fussmarsch nötig.

Strassenbau, das ist jetzt schon klar, wird auch in den kommenden Jahren ein ganz zentrales Infrastruktur-Thema bleiben und sowohl personell, als auch finanziell einen hohen Ressourcenbedarf aufweisen. Das Hauptcamp selbst wirkt ebenfalls noch recht rudimentär.

Aber wichtig ist es, einen Plan zu haben.

Die Behausungen sind noch ausgesprochen spärlich und zeugen von der Bescheidenheit und Demut der Menschen, aber auch davon, dass sie sich freuen, Teil von etwas Grossem zu sein.

Die Zukunft schon fest im Blick.

Die Setzlingsstation ist auf jeden Fall schon in Betrieb.

Aus der Vogelperspektive wird die Dimension deutlich eindrucksvoller.

Der Qualm kommt aus der „Ziegelei“. Aus dem lokalen Lehm brennen wir die Ziegelsteine, die für den Bau von Gebäuden benötigt werden.

Die Bewässerung der Baumschule erfolgt aus dem eigenen Flüsschen, das temporär in einem Becken gestaut wird.

Von dort wird auf einen Tank auf dem Hügel gepumpt…

…und fliesst dann zur Setzlingsstation, wo es gefiltert wird, bevor es an die Sprinkleranlage weitergeht.

Strassen und Wege sind eminent wichtig…

…aber auch der Brückenbau darf auf keinen Fall vernachlässigt werden.

Die Mitarbeiter haben keine Angst vor giftigen Schlangen, wie schwarzen oder grünen Mambas oder Puffottern, obwohl diese überall im Gras oder im Unterholz sein könnten…

…denn sie glauben fest an die Wirkung der – nein nicht Vogelscheuche – sondern Schlangenscheuche.

Trotz aller Provisorien machen es sich die Mitarbeiter im Camp gemütlich.

Denn sie haben das Wichtigste, was es für einen Tansanier in der Freizeit gibt…

….einen Fernseher mit Fussballübertragung. Aber nur solange, bis die Arbeit ruft.

Dann wird er weggeschlossen. Zeit zu gehen und für alles bisher Geleistete DANKE zu sagen.